Über ogredakteurtalheim

geboren: 1956 Schule 1963 - 1975 Studium 1977 - 1983 (Elektrotechnik) Beruf 1983 - 2020 (Halbleiterentwicklung) Rentner 2020 - heute

Mittelalter, hautnah erlebt

Der diesjährige Jahresausflug der OG Talheim führte uns am 20.10. zum „Campus Galli“ bei Messkirch. Dort entsteht mit den Methoden und Materialien des 9. Jahrhunderts der Nachbau einer idealen Klosteranlage. Die Grundlage des Bauplanes ist das Kloster St. Gallen. 35 Vereinsmitglieder und Freunde haben sich das angeschaut.

Pünktlich zur Ankunft des Busses zeigte sich die Sonne und so blieb es auch den Tag über. Da waren selbst die von den Regenfällen der letzten Tage matschig gewordenen Wege halb so schlimm.

Unser Guide, H. Tittjung nahm uns am Eingang in Empfang und führte uns über den Campus. In meist hölzernen Bauten konnten Schreiner, Färber, Zimmerleute, Steinmetze, Korbmacher und andere Handwerker, deren Berufe heute nicht mehr geläufig sind, bestaunt werden. H. Tittjung hatte zu jedem Handwerk dann auch noch die passenden Informationen und auch kleine Anekdoten parat. 2 Stunden lang konnten wir davon jede Menge bei ihm und bei den Handwerkern abzapfen.

Der Höhepunkt der Führung war die kleine, aber feine hölzerne Kirche. Nach der Führung stärkten wir uns auf dem Marktplatz mittelalterlich bei Dinnetle, Wurst und Linsensuppe. Pommes und Ketchup gab es natürlich nicht, die waren im 9. Jahrhundert schließlich noch unbekannt.

Danach hatte jeder die Möglichkeit, auf eigene Faust den Rest des Campus zu erkunden, bevor wir die Heimreise antraten. Der Vorsitzende, Karl Fischer dankte während der Fahrt dem Initiator A. Schumacher und den Organisatoren, Elfriede und Claus Wallner für die Durchführung.

Natürlich wäre eine solche Fahrt ohne Abschluss in in der Talheimer Gastronomie undenkbar, dieser wurde im Gasthaus Engel durchgeführt.

 

Text und Bilder: Claus Wallner

Wanderung an der Europäischen Wasserscheide

Zu einer besonderen Wanderung trafen sich 10 wanderwillige des Schwäbischen Albvereins Talheim am Sonntag, den 15.9.2019 um 10 Uhr am Jugendhaus in Talheim. Mit dem Privat PKW fuhren wir zunächst bis zu unserem Ausgangspunkt nach Tieringen unterhalb des Lochenpasses.

In Tieringen entspringt die Obere Bära und die Schlichem. Erstere mündet in die Donau und unser Wanderweg entlang der Schlichem fließt in den Neckar und über den Rhein in die Nordsee.

Diese Gesamtstrecke war uns dann doch zu lang und wir nahmen die Teilstrecke bis Ratshausen in Angriff. Zunächst auf der rechten Seite über einen neu angelegten Waldlehrpfad hoch zur 880m hoch gelegenen Schlichemquelle. In einem blaugefassten Poolbecken nimmt Sie Ihren Anfang. Ab jetzt geht es nur noch bergab. Kurz vor Tieringen kann man einen Teil der Strecke auf einem Barfußpfad zurücklegen unter anderem auch über eine Glasstrecke, was sehr gut für die Füße sein soll. (wir haben verzichtet) Im Tal folgen wir dem Wasser nach Westen – wir wollen ja nicht zum Schwarzen Meer.

Mittagsrast machen wir in Hausen am Tann an einem malerischen Platz. Frisch gestärkt wandern wir weiter zu einem der Highlights den Schlichem – Wasserfall. Einige Meter stürzt hier die Schlichem steil nach unten. Garantiert ein Riesenspektakel bei ordentlichem Wasservorkommen. Auch der schmale Pfad unter einer Straßenbrücke – heute mit Sandalen begehbar – verweist auf Ertrinkungsgefahr bei Hochwasser. Heute alles voll easy und wir erreichen an einem schön gelegenen Fischteich vorbei, unser heutiges Endziel Ratshausen.

Der Shuttlebus von Epfendorf bis Tieringen brachte uns dann termingercht wieder zurück zum Ausgangspunkt. Den Abschluß machten wir beim Talwirt in Talheim. Die Wanderung vorbereitet haben Albrecht und Beate Schumacher.

 

Text und Bilder: A. Schumacher

2-Tageswanderung Reutlingen-Talheim 17.+18.8.2019

Zu einer 2 tägigen Wanderung hatten die beiden Wanderführer Peter Gruber und Albrecht Schumacher eingeladen.
Ein Kleinbus brachte uns am morgen des 17. August zum Parkplatz im Eichwald, nicht weit weg vom Kreuzeiche Stadion der Reutlinger Fußballer.
Wir wanderten entlang des Breitenbachs – im Buttnauwald – immer leicht ansteigend bis hoch zur Breitenbachquelle. Hier machten wir die erste Rast an der nahegelegen Grillstelle.
Bei leicht einsetzendem Nieselregen – immer mal wieder Jacke aus und Jacke an – querten wir unter den Stöffelfelsen entlang und dann hoch zum Stöffelberg.
Pünktlich zur Mittagszeit entfachten wir ein Grillfeuer und verzehrten die mitgebrachten roten Würste.
Der Blick von der Stöffelberghütte ins Albvorland war allerdings bescheiden.
Der gut gekennzeichnete Wanderweg zog sich immer am Trauf entlang bis zum kurzen Steilabstieg zu den Gönninger Seen.
Da Nacktbaden heute nicht angesagt war, führte nun unser Weg am Ahornbach entlang bis zur Hochfläche des Rossfelds.
Unser Tagesziel, das Wanderheim Rossberg war jetzt in gut einer halben Stunde erreichbar.

Wie im Hochgebirge mussten auch hier die Wasserreserven aufgefüllt werden.
Im lange vorher gebuchten 8 Bettzimmer durften wir netterweise die Betten
selbst beziehen, was aber keine großen Probleme verursachte.
Der Abend verging wie im Flug , dank des östereichischen Nationalspiels “ Schwimmen“
Nach einem oppulenten Frühstück machten wir uns auf den Heimweg.
Nein, nicht über Öschingen sondern übers Hirschhäusle auf den Bolberg.
Bei Kaiserwetter ging der Blick bis zu den Höhen des Südschwarzwaldes.
Grillwurst- und Maultaschendüfte zogen uns hinunter auf den Filsenberg zu unseren Freunden
der Albvereinsgruppe Öschingen. Reichlich gestärkt konnten wir nunmehr den Rückweg nach Talheim antreten. Unser tierischer Begleiter.

 

Text: Albrecht Schumacher

Fotos: Claus Wallner

Sonnwendfeier 22.6.2019

Traditionell wie schon seit Jahren, fand auch in diesem Jahr wieder unsere Sonnwendfeier statt. Doch damit es so weit kam, waren einige Hindernisse zu überwinden.

Kalendarisch kam uns dieses Jahr der Fronleichnam in die Quere, so dass wir das Feuer und das Zelt in nur 2 Tagen aufstellen mussten.

Am Samstag kam dann noch das Wetter dazu, pünktlich zum Bänke aufstellen, wurde wir durch einen Regenguss begrüßt. Glücklicherweise sind wir jedoch nicht aus Zucker und konnten alles soweit vorbereiten.

Kommt bei dem Wetter überhaupt jemand? Kommen noch viele Schauer? Fragen über Fragen, doch lest selbst in unserem kleinen Protokoll, wie es weitergeht:

19 Uhr es kann losgehen. Es hat aufgehört zu regnen, die ersten Roten Würste und Fleischkäse-Scheiben brutzeln vor sich hin und die ersten Besucher erreichen das Fest. Der Wettergott scheint doch gnädig zu uns zu sein.

19:30 Uhr das Zelt füllt sich.

20:00 Uhr Bange Blicke zum Himmel….hoffentlich hält das Wetter.

20:15 Uhr wir starten den Fackelzug in Begleitung eines Regengusses, daher dieses Mal nur eine kleine Runde.

20:20 Uhr geht das Feuer an oder ist es zu nass?

20:30 Uhr es brennt! Trotz Nässe war nur ein Laubblässer notwendig. Und auch der Regen hat wieder aufgehört.

20:45 Uhr immer mehr Menschen kommen und die Bänke im Freien müssen noch schnell abgetrocknet werden. Danke an alle Besucher, dass ihr uns so treu seid und uns auch im schlechten Wetter nicht allein im Regen stehen lasst!!!

20:50 Uhr mittlerweile ist nicht mehr kalt, die Jacken werden schon wieder ausgezogen.

21:30 Uhr ein stetiger Andrang auf Getränke und Speisen sorgt dafür, das unserem Speis- und Trank-Team nicht langweilig wird.

22:00 Uhr langsam lichten sich die Bänke

22:15 Uhr Unsere 2. Schicht macht sich bereit.

22:30 Uhr das Feuer wird kleiner, die Jacken werden wieder benötigt.

0:00 Uhr die letzte Runde wird eingeläutet.

1:20 Uhr das Licht ist aus, die Reste sind so verstaut das bis zum Morgen nichts passieren kann, wir machen uns auf den Weg nach Talheim.

9:00 Uhr die restliche Glut glüht vor sich hin und schnell werden Tische und Bänke verladen. Das Zelt muss noch ein paar Tage warten und trocknen.

10:50 Uhr die letzten Dinge sind verräumt, der Kühlwagen und die Bänke sind im Tal, die Kasse ist abgerechnet. Es ist geschafft!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei all unseren Gästen die uns trotz widrigem Wetter unterstützt haben und ebenso bei all unseren Helfern, die mit ihrem Einsatz (sei es beim Aufbau oder Abbau, oder bei der Bewirtung oder beim Stangenmachen) ein weiteres Jahr Sonnwendfeuer in Talheim möglich gemacht haben!

Gemarkungswanderung Teil 2

Zum Teil II der Markungswanderung in Talheim hatte der Albverein und der Ortschaftsrat eingeladen. Trotz nicht gerade aussichtsreichem Wetter hatten sich am Parkplatz beim Sportheim Talheim am 5. Mai 2019 um 13 Uhr 30 14 wander und geschichtsinteressierte Personen eingefunden.

Nach kurzer Begrüßung durch Wanderführer Albrecht Schumacher und Ortsvorsteher Heller wurde die erste Teiletappe in Angriff genommen .Zunächst moderat ansteigend bis zum sogenannten Rondell in der Weilerschlucht, anschließend schon auf Salmendinger  Markung auf dem Weg zur Heustaig. Bis zur Albhochfläche benutzten wir den gutausgebauten Weg, der auch zur Salmendinger Kapelle führt. An der letzten Spitzkehre erhielten wir Geologie -Informationen über den Aufbau der Jurakalkschichten durch Elmar Scherer.

Anschließend gings in freiem Gelände entlang des Albtraufs der Hohen Halde/Salmessen Richtung Talheimer Wangenkapf. Der prägnante Aussichtspunkt und eine davorliegende Abbruchkante liegen auf 780 m Höhe. Der notwendige Albabstieg über die Katzenstaig erwies sich als nicht gut begehbar, sodaß wir unseren Weg bis zum Schluchtende fortführten. Leider war dieser Weg dann ca. 50 Meter vor dem Ziel zu Ende.
Der Abstieg im Jungbewuchs verlangte nocheinmal von allen höchste Konzentration.
Manche fanden sich im glitschigen Gelände sehr schnell auf dem Boden der Tatsachen wieder. Aber alle meisterten die Stelle mit großer Bravour. Lediglich Elmar hatte seine Brille aus Dankbarkeit dem Waldgott geopfert. Leicht gezeichnet konnten wir nunmehr auf gut ausgebautem Weg zum Sportplatz Talheim gelangen, wo auch unser Abschluss stattfand.

Wanderführer und Gottlob Heller bedanken sich bei der tollen Gruppe.
Anmerkung: Brille wurde am nächsten Tag gefunden.
Hinweis: Der nächste Teilabschnitt ist leichter

 

Text: Albrecht Schumacher, Bilder: Claus Wallner

Hirschauer Spitzbergwegle

Eine aussichtsreiche und familienfreundliche Rundtour stand am vergangenen Sonntag auf dem Wanderplan der Ortsgruppe Talheim. Das Wetter war uns wohl gesonnen und so machte sich eine bunt gemischte, gut gelaunte Gruppe auf den Weg zum Parkplatz in Hirschau.

Der Einstieg in die Rundtour ist auch der niedrigste Punkt unserer Tour (332 m). Der Premium-Spazierwanderweg „Hirchauer Spitzbergwegle“ führt vom Friedhof aus durch den Südhang der Hirschauer Weinberge hinauf auf den Spitzberg. Unterwegs tun sich immer neue, atemberaubende Ausblicke nach Süden in das Neckartal und zur Burg Hohenzollern, sowie nach Norden ins Ammertal und den Schönbuch mit Schloss Roseck auf. Der Weg führt durch das Naturschutzgebiet „Hirschauer Berg“. Viele Informationstafeln erklären den Schutzzweck des Gebiets.

Über den langgezogenen und bis zu 470m hohen Bergrücken führt der Weg durch zu dieser Jahreszeit lichten Wald Richtung Wurmlingen. Richtung Westen zeigt sich dann auch immer wieder der freistehende Kegel des Kapellenbergs mit der Wurmlinger Kapelle (offizieller Name ist Sankt-Remigius-Kapelle).

Klar, dass wir nicht gleich am Rastplatz „Sattel“, dem auf ca. 410 m gelegenen Wendepunkt des Rundwegs kehrt machten. Ein Gipfel wie diesen muss eine motivierte Wandergruppe des Albvereins doch erklimmen. So ging es in individuell angepasstem Tempo nochmal 65 m hoch hinauf auf 475 m.

Die Anstrengung hat sich gelohnt, wieder wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt, auch wenn von westen die ersten dunklen Wolken aufzogen.

Der Rückweg der Tour verläuft auf halber Höhe des Südhangs des Spitzbergs, hinab auf 370 m um dann nochmals mit einem letzten Anstieg auf 420 m die letzten Res    erven aus uns herauszuholen. Die Wolken hatten sich wieder verzogen und die Sonne zeigte sich jetzt besonders intensiv und allen war klar, warum hier bereits im 13.Jahrhundert Weinbau betrieben wurde.

Ca 7.3 km und 295 Höhenmeter für den Rundweg und den Abstecher auf den Kapellenberg hatten uns müde, hungrig und durstig gemacht, aber auch zufrieden. Ein schöner Nachmittag in geselliger Rund fand dann natürlich noch den angemessenen Ausklang beim Talwirt im Sportheim.

Dem Wanderführer Stefan einen herzlichen Dank für die Organisation dieser schönen Wanderung.

 

Text und Bilder: Stefan Heusel

Drei-Königswanderung 2019

Unsere traditionelle 3-Königswanderung führte uns diesmal durch einen verschneiten Märchenwald. 20 Personen und 3 Hunde machten sich bei leichtem Schneeregen vom Jugendhaus aus auf den Weg nach Salmendingen. Mit zunehmender Höhe verwandelte sich der Schneeregen dann in richtigen Schnee.

Trotz abnehmender Temperatur wurde dann dem einen oder anderen Wanderer zunehmen warm unter seiner Jacke.

In einer großen Schleife auf halber Höhe am Buberg entlang zum Wasserfall, dann über den Haldenweg zum Gasthof „Lamm“ in Salmendingen, wo wir uns nach 2 ½ Stunden verdientermaßen das Mittagessen schmecken ließen.

Derart gestärkt, war der Rückweg nach Talheim schon fast ein Spaziergang.

 

 

Bilder und Text: Claus Wallner

 

OG Talheim im Weinsberger Tal

Zu Besuch beim Greuthof in Dimbach

29 Albvereinsmitglieder und Angehörige machten sich am 10.11.18 per Bus auf den Weg ins Weinsberger Tal. Im kleinen Weinort Grantschen stiegen wir aus, um die letzten Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Das Wetter meinte es gut mit uns und so konnten wir bei schönem Herbstwetter durch die Weinberge des Wildenbergs wandern. Ziel war der Greuthof, das Weingut mit Besen der Familie Busch in Dimbach .

Bild 1: Die OG Talheim

Bild 2: Blick über die Weinberge

Bild 3: Herbstliche Traubenstöcke

Dort pünktlich zur Mittagszeit angekommen, nahmen wir ein zünftiges Besenessen ein und konnten derart gestärkt das Highlight, eine 6er Weinprobe genießen.

Bild 4: Wanderführer Claus Wallner

Die Familie Busch zeigte, dass sie den Titel „Winzer des Jahres“ nicht zufällig erhalten hatte und kredenzte uns lauter gute Tröpfchen, kommentiert vom Seniorchef Karl Busch, der auch geduldig alle Fragen beantwortete.

Bild 5: Karl Busch in seinem Element

Bild 6: Teilnehmer der Weinprobe

Schade, dass wir dann doch irgendwann einmal die Heimreise antreten mussten…

 

Text und Bilder: Claus Wallner

Der Albverein auf Fahrradtour am 26.8.18

Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein – so manch einer traute seinen Augen am Sonntag nicht. Nach dem Regen und den herbstlichen Temperaturen am Vortag, kehrte passend zu unserer Fahrradtour der Sommer zurück.

Pünktlich um 13:30 Uhr ging es für die bunt gemischte Gruppe aus E-Bikern und klassischen Bikern los. Über Öschingen nach Gönningen, weiter über Bronnweiler und Gomaringen erreichten wir schnell Nehren. Von dort führte uns unser Weg weiter nach Ofterdingen, wo bei einer kurzen Pause am Waldspielplatz zumindest die „nicht E-Bike-Akkus“ wieder aufgeladen wurden.

Im Anschluss daran ging es weiter über Bodelshausen nach Mössingen. Vor der Schlussetappe wartete hier noch ein Eis auf uns. Frisch gestärkt erreichten wir kurz darauf auch schon das Sportheim, wo schnell die Energievorrätte im Körper wieder aufgefüllt wurden.

Einen herzlichen Dank an unsere beiden Radguides Jürgen und Peter für die Organisation und Durchführung der Fahrradtour!

 

Bericht: Stefan Heusel

Bilder: Jürgen Fischer

Gebirgswanderung der OG Talheim vom 17.-19.8.2018.

Pünktlich um 6 Uhr trafen sich 7 wild entschlossene Albvereinler zur Gebirgswanderfahrt ins Lechtal. Unser Ziel war die Stuttgarter Hütte, die am westlichen Rand des Lechtaler Hauptkammes in der Valugagruppe liegt. Aussichtsreich auf dem Krabachjoch hoch über Zürs gelegen, ist sie umgeben von eindrucksvollen Gipfeln, wie die Rüfispitze, den Hausberg, die Fanggekarspitze, den Kletterberg Roggspitze und die Valuga. Die erste Hütte wurde bereits 1936 errichtet. 1964 wurde ein Tagesraum und 2011 wurden die zwei Obergeschosse komplett erneuert.

Unsere Fahrt ging über Oberschwaben, Lindau  auf der Arlbergpaßstraße über den Flexenpaß nach Zürs. Nach kurzer Rast ging es – Hopfenspiegel auf neutral gestellt – durch das Pazieltal über die Trittalpe in angenehmen 2 Stunden hoch zur Stuttgarter Hütte. Nach dem Einchecken und dem anschließenden auffüllen der Wasser- und Hopfensaftvorräte ging es zum Hausberg der 2640m hoch gelegenen Fanggekarspitze. Weit reichte der Blick in den Allgäuer Hauptkamm Bodensee, Verwall, Wetterspitze und und Großer Krottenkopf.

Unsere geplante Hauptwanderung zur Rüfispitze begann mit großer Ernüchterung: Nebel, wie in der Waschküche. Nach kurzer Beratung packten wir es doch an. Bei der Rauhekopfscharte zeigten sich schon die ersten blauen Flecken. Leicht abwärts über das malerische Ochsengümpele ging es dann wieder hoch zum Monzabonjoch. Anschließend am Grat nach oben und über eine versicherte fast senkrechte Felswand in teilweise ausgesetztem Gelände zum Gipfel der Rüfispitze. Die Fernsicht ließ zu wünschen übrig, aber immer wieder konnten einzelne bekannte Gipfel erhascht werden.

Alles in allem ein sehr lohnendes Gipfelziel. Nach einer „ gelungenen“ Abkürzung nahmen sich drei Wilde noch die sehr brüchige Gümplespitze vor. Den Abend verbrachten wir noch gemütlich bei Binokel und Stefan konnte noch eine hübsche Talheimer Lehrerin beim Elferraus kennenlernen. Wie ist die Welt doch klein.

Bei der Rückfahrt über das Lechtal machten wir Zwischenhalt in Holzgau, nahmen den Genußklettersteig am Simmswasserfall in Angriff und verausgabten uns an der D/E Variante.

Die absolute Erholung gelang uns im Cafe Uta, um dann frischgestärkt über die 105 hohe, wackelige Hängebrücke über den Höhenbach zu laufen.

Der Abschluß fand im Sportheim Talheim statt. Wanderführer waren Stefan Heusel und Albrecht Schumacher.

 

Bericht: Albrecht Schumacher

Fotos: Claus Wallner